Die Entwicklung der gesamten Hans-Wendt-Stiftung

16. Oktober 1990

Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft beantragt die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

31. Oktober 1990

Der Rechnungshof der Freien Hansestadt Bremen legt den Prüfbericht über Haushalts- und Wirtschaftsführung der Hans-Wendt-Stiftung vor.

29. August 1991

Der Untersuchungsausschuss legt seinen abschließenden Bericht vor.

Während des Untersuchungsausschusses konnten Machenschaften des damaligen Vorstandes der Hans-Wendt-Stiftung aufgedeckt werden, dass „unter der Hand“ die Grundstücke in der heutigen Straße „Am Mariannenhof“ unter dem Marktwert an Freunde verkauft wurden. So ist ein wirtschaftlicher Schaden für die Hans-Wendt-Stiftung entstanden, zum einen durch die Unterschlagung von Geldern durch die Geschäftsführung und zum anderen durch verminderte Einnahmen bei Verkauf von Grundstücken.

 

  1. Januar 1993 Die neue Stiftungsverfassung tritt in Kraft.

Die senatorische Stiftungsaufsicht präsentierte Anfang der 90er-Jahre neue Richtlinien, die auch die Hans-Wendt-Stiftung betrafen:
Senatoren sollen künftig nicht in Vorständen von Stiftungen sitzen, die aus dem Etat des jeweiligen Ressorts öffentliche Mittel beziehen. Daraufhin wurde eine neue Stiftungsverfassung entworfen. Im Januar 1993 traf sie in Kraft. Bislang hatte der Vorstand die Stiftungsleitung eingesetzt, und sie war ihm rechenschaftspflichtig. Seit 1993 leiten bis zu zwei hauptamtliche Vorstände und der ehrenamtliche Stiftungsrat die Geschicke der Stiftung. Der Stiftungsrat setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen; zwei beauftragt der für Jugendhilfe zuständige Senator, drei in Abstimmung mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Bremen, zwei in Abstimmung mit der Anwaltskammer Bremen. Der Stiftungsrat verabschiedet für das laufende Jahr den Wirtschaftsplan; er achtet darauf, dass der Stiftungszweck gewährleistet und das Stiftungsvermögen erhalten bleibt; der Stiftungsrat ist ein Aufsichtsgremium, hat somit keinen Einfluss auf Entscheidungen im Tagesgeschäft.
Erneut verändert wurde § 2 der Stiftungsverfassung:

„Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe. Der Zweck der Stiftung wird insbesondere auch dadurch erfüllt, daß sie durch die Erprobung modellhafter Einrichtungen und Dienste zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe beiträgt.“

(aus Godehard-Weyerer: Hans-Wendt-Stiftung 80 Jahre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen)

1. Januar 1996 bis 2001

Die Stiftung wird Träger des Jugendhauses Grohn.

1. April 2004

Eröffnung des Seminarhauses Grohner Straße in Walle

Das Hinterhaus von dem Wohn-und Betreuungsprojekt in der Utbremer Str., Eigentum der Hans-Wendt-Stiftung, wurde zu einem modernen Seminarhaus umgestaltet. Seitdem finden dort größere Dienstbesprechungen, Seminare und Fortbildungen statt. Im ersten Stock wurden Büroräume geschaffen die zunächst vermietet wurden.

Heute werden die Räume von verschiedenen Hans-Wendt Einrichtungen genutzt.

 2004

Videohometraining, Implementierung und Ausbildung

seit 2009

stiftungsinterne Ausbildung zu Video-Home-Trainer für alle Bereiche

seit 2006                          

Internationale Jugendbegegnungen

Aus der freizeitpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstand ein Angebot für Jugendliche mit besonderen Förderbedarf auf internationaler Ebene um dieser Zielgruppe die Teilhabe zu ermöglichen.

In der Zeit seit 2007 wurden 10 internationale Begegnungen organisiert. Teilnehmende Nationen waren Spanien, Polen, Irland und Marokko. Die Begegnungen werden auch in den kommenden Jahren fortgeführt.

Im Jahr 2013 fand ein Fachtag in Bremen zum Thema „Internationale Begegnungen und andere Formate für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf“ statt, ausgerichtet von der Hans-Wendt-Stiftung gemeinsam mit Transfer Köln e.V., der Uni Regensburg und der FH Köln.

Im Jahr 2018 fand ein Fachkräfteaustausch in Bremen statt, mit Evaluation der bisherigen Zusammenarbeit und neue Planungen.

Finanziert wurden die Projekte über das Programm „Erasmus+ Jugend in Aktion“, ein außerschulisches Bildungsprogramm der Europäischen Union. Ergänzt wurde die Finanzierung über die Daniel Schnakenbergstiftung aus Bremen.

2009                                  

QBZ-Quartiersbildungszentrum Blockdiek

Das QBZ hat die Aufgabe, Bildungsvoraussetzungen im Ortsteil Blockdiek für Kinder von 0-12 Jahren und deren Eltern zu verbessern und dabei die Gegebenheiten des Ortsteils zu berücksichtigen.

Damit ist das QBZ ein bildungsorientiertes Quartiersbildungszentrum mit den drei Aufgabenschwerpunkten

  • Stärkung niedrigschwelliger Beratung
  • Entwicklung, Einwerbung und Angebot von bildungsrelevanten Kursen und Veranstaltungen sowie,
  • Vernetzung und Förderung von Kooperationen im Ortsteil und im Stadtteil Osterholz.

03.05.2018                       

Das QBZ belegt den ersten Platz beim Deutschen Kita-Preis in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“

 

25.09.2019                       

Das QBZ feiert ihr 10-jähriges Jubiläum

 

2017                                  

QBZ- Quartiersbildungszentrum Robinsbalje

Die Verbesserung der Bildungsbedingungen von Kindern zwischen 0 bis 12 Jahren im Quartier ist das übergeordnete Ziel des Quartiersbildungszentrums (QBZ). Die im QBZ zusammengeschlossenen Einrichtungen, Grundschule, Kinder- und Familienzentrum (Kita), Gesundheitsamt, Haus der Familie sowie ihre KooperationspartnerInnen wollen, unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des Ortsteils, durch eine enge Verzahnung die Erfahrungs- Lern- und Bildungsprozesse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien aktivieren und verbessern.

Damit ist das QBZ ein bildungsorientiertes Quartierszentrum mit folgenden Aufgabenschwerpunkten:

  • Stärkung niedrigschwelliger Beratung
  • Entwicklung, Einwerbung und Angebot von bildungsrelevanten Kursen und Veranstaltungen
  • Vernetzung und Förderung von Kooperationen im Quartier Robinsbalje und im Stadtteil Huchting

2013-2015                       

Organisationsentwicklung und Weiterbildung der Führungskräfte

Neben einem umfangreichen Leitungskräfte-Entwicklungsprogramm erfolgte eine Organisationsentwicklung der Hans-Wendt-Stiftung und der Hans-Wendt gGmbH. Strukturveränderungen wurden in der pädagogischen Leitung und der Verwaltung umgesetzt um den Anforderungen der wachsenden Einrichtung zu begegnen. Die Regionalisierung der Einrichtungen der Hans- Wendt-Stiftung wurde, vor allem in den Teams der ambulanten Hilfen zur Erziehung, erarbeitet und umgesetzt.

Ein gemeinsamer Name für die Stiftung und die gGmbH ist entstanden:

„Hans-Wendt“

Stand 2019                      

Zentrale Dienste

Ein Ergebnis der Organisationsentwicklung war die Zusammenlegung der Verwaltung mit allen anderen zentralen Dienste von Hans-Wendt.

Die Zentralen Dienste erbringen (Dienst-) Leistungen für folgende Organisationen:

  • Hans-Wendt-Stiftung (alle Dienste)
  • Hans-Wendt gGmbH (alle Dienste)
  • Junge Stadt gGmbH (Bilanzerstellung, Verwaltung, Rechnungswesen, Controlling)
  • Bahia Clearingsstelle Bremen gGmbH (Entgeltkalkulation)

Zu den Leistungsbereichen der Zentralen Dienste zählen:

Leitung Zentrale Dienste, Sekretariat, Leitung Rechnungswesen, Rechnungswesen, Bilanzbuchhaltung, Leitung Personalwesen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Controlling, Datenschutzbeauftragter, Immobilienverwaltung, Haustechnik, Großküche

Die Mitarbeiter*innen arbeiten im Verwaltungsgebäude bzw. in der Hausmeisterei der Hans-Wendt-Stiftung, Am Lehester Deich 17-19, 28357 Bremen.

Ausnahme: Die Großküche arbeitet im ehemaligen Horthaus Wohlers Eichen, August-Dreeke-Straße 14, 28239 Bremen

2001                                  

Projektgruppe für ein neues Dokumentationssystem

Die beiden Träger für SPFH in Bremen, Caritas und Hans-Wendt-Stiftung haben in Zusammenarbeit mit GISS e.V., Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V., eine 3-jährige Projektgruppe gebildet zur Evaluation und Weiterentwicklung der Dokumentation in der SPFH. Das neue Dokumentationssystem hat fachliche Kriterien und Anforderungen, vor Allem in dem Baustein „Sozialpädagogische Diagnostik“, formuliert, die zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung führten und in der Konzeption aufgenommen wurde.

2009                                  

EDE – Elektronisches Dokumentationssystem in den Erziehungshilfen,

so wurde das Dokumentationssystem getauft in einem Namens- Wettbewerb der beiden Träger.

Das Programm ist heute in allen Einrichtungen der Hans-Wendt-Stiftung eingeführt worden und befindet sich in einer stetigen Weiterentwicklung.

Weitere Module um das Abrechnungsverfahren mit der Verwaltung sicherer zu machen sind dazu gekommen.

2014

wird die Software öffentlich von GISS-Consult mit ihrem Logo vorgestellt.

Die Hans-Wendt-Stiftung kauft die Rechte für das Programm und übernimmt die bestehenden Kunden. Das Software Programm wird ab jetzt Kunden zur freien Verfügung angeboten und eine Wartungsgebühr erhoben.

Tochtergesellschaften:

September 2014            

Bahia Clearingstelle Bremen gGmbH zusammen mit „effect“ gGmbH und ASB Bremen

Clearingstelle für minderjährige Geflüchtete

 2004                                  

Gründung des Trägers „Junge Stadt“ zusammen mit AfJ,

Januar 2007                    

Betreiben der Freizeitheime Gröpelingen und Oslebshausen

August 2017                    

Start „Jubunto“ Heilpädagogisch-therapeutische Wohngruppe für Jugendliche

Das Stiftungsfest

Traditionell wird jedes Jahr vor den Herbstferien das Stiftungsfest seit 2009 auf dem Gelände Am Lehester Deich gefeiert: Aus Anlass des Geburtstages des Namensgebers schenkt die Hans-Wendt-Stiftung den von ihr betreuten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien einen Tag voller Spaß und Aktivitäten. Gefeiert wird allerdings nicht am eigentlichen Geburtstag, da der 10. März jahreszeitlich und witterungsbedingt ungünstig liegt.

Stattdessen fand das Fest in der Regel 3 Wochen nach Ende der Sommerferien statt. Alle Einrichtungen von Hans-Wendt beteiligen sich mit Spiel-und Bastelangebote sowie Verköstigung für die Gäste. Das Fest ist öffentlich. Es findet rund um das Eulencafé auf dem Stiftungsgelände Am Lehester Deich statt und wird sowohl von betreuten Kindern und ihren Familien als auch von vielen Nachbarn und interessierte besucht. Zwischen 600-800 Besucher*innen kommen jedes Jahr zum Fest.

Fachtage der Hans- Wendt- Stiftung

Die Hans-Wendt-Stiftung hat eine Tradition geschaffen, in jedem Jahr einen Fachtag zu aktuellen Themen für alle Mitarbeiter*innen zu organisieren. Zum Teil wurden dafür Referenten eingeladen. Dieser Tag hat sich auch als attraktive jährliche Begegnung und Kennenlernen für die Mitarbeiter*innen entwickelt an dem sie auch vom Vorstand gut bewirtet werden.

Hier eine Aufzählung der Fachtage und der Themen seit 1998:

30.10.1998                        Kirchengemeinde Borgfeld

29.10.1999                        Bürgerhaus Mahndorf

01.11.2000                        Hort Wohlers Eichen

28.09.2001                        Thema: Leitbild mit Referent Herr Meinhard Motzko

Landesinstitut für Schule

27.09.2002                        Thema: „Vom Klienten zum Kunden“

10.10.2003                        Bürgerhaus Vegesack

08.10.2004                        Thema: Ressourcen mit Herrn Vogt von NIK, Norddeutsches Institut für Kurzzeittherapie im Bürgerzentrum Neue Vahr

14.10.2005                        Thema: Markt der Möglichkeiten; Theater der Versammlung

im Bürgerhaus Vegesack

13.10.2006                        Thema: Personalentwicklung/Weltcafé

Konsul Hackfeld Haus

19.10.2007                        Thema: Gesund am Arbeitsplatz

Speicher XI

10.10.2008                        Thema: Stressmanagement, u.a. „Wie lasse ich die Arbeit auf der Arbeit?“ und „Hilfreiche Teamkommunikation“ Teamerin: Kathrin Wilke

DJH Schlachte

02.02.2010                        Thema: „Kundenbefragung“ Referenten Christian Erzberger und Herr Meinhard Motzko;

Auftakt zum Gehwettbewerb „Tappa“

Bürgerhaus Vegesack

01.02.2011                        Thema: „Inklusion“

Bürgerhaus Neue Vahr

31.01.2012                        Thema: „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“ Referenten Prof. Dr. Nüsken, Jörg Pauli, Gunnar Rohde

Bürgerzentrum Neue Vahr

31.01.2013                        Thema: Ergebnisqualität – Markt der Möglichkeiten

Bürgerhaus Neue Vahr

30.01.2014                        Thema: „Wertschätzende Haltung-die hält!“ Anti-Bias-Ansatz und Weltcafè zum Ehrencodex Referentin Frau Friederike Lorenz

Bürgerhaus Neue Vahr

03.02.2015                        Thema: Identifikation und BeTEILigung-Wir als Teil von „Hans Wendt“

Referenten Jürgen Länge und Felix Berth

Bürgerhaus Vegesack

28.01.2016                        Thema: „Von der Wertigkeit der Werte-Wertschätzung bei Hans-Wendt“

Referenten Jürgen Länge und Felix Berth

Bürgerhaus Vegesack

31.01.2017                        Thema: „Wertschätzende Kommunikation-Wer Werte schätzt, schafft Wachstum“

Referenten Nadja Plothe und Asmus Nitzschke

Bürgerhaus Vegesack

01.02.2018                        Thema: „Acht Samen der Achtsamkeit“

Referent Johannes Warth

Bürgerhaus Vegesack

Der Mariannenhof – das Herz der Hans-Wendt-Stiftung

Hermann Otto Wendt hat den Mariannenhof mit dem Bauernhof 1908 gekauft, um diesen als Sommersitz zu nutzen. Er war ja selbst in der Landwirtschaft groß geworden, in der östlichen Vorstadt Bremens, noch ehe diese bebaut wurde. Den Hof nannte er nach seiner Frau Marianne, die acht Jahre zuvor verstorben war. Der gemeinsame Sohn Hans war ein Jahr eher gestorben.

Die Landwirtschaft wurde von einem Hofmelker und weiteren Arbeitern betrieben.

Hermann Otto Wendt hat in seinem Vermächtnis dem Mariannenhof eine Bestimmung gegeben nämlich eine Stiftung

„zur Erhaltung der Erholungsstätte zur Pflege erholungsbedürftiger, aber nicht kranker Kinder, ohne Unterschied des Religionsbekenntnisses“.

Aus der Betrachtung von heute, 100 Jahre später, hat der Mariannenhof in allen Zeitepochen eine zentrale Bedeutung für die Hans-Wendt-Stiftung eingenommen. Angefangen von der Kindererholung nach dem 1. Weltkrieg, den Pflegenestern nach dem 2. Weltkrieg, der Stadtranderholung für behinderte Kinder in den 60er Jahren, dem Therapiezentrum ab 1973, den Kindergärten in den 80er Jahren und das Gästehaus im neuen Jahrtausend.

Einige neue Projekte sind auf dem Gelände der Hans-Wendt-Stiftung entwickelt und aufgebaut worden, um später in die verschiedenen Stadtteilen Bremens ausgelagert zu werden. Das betrifft die ersten Vollheime, die später aufgelöst und in integrative, stadtteilbezogene Einrichtungen etabliert wurden, die beiden Wohn- und Betreuungsprojekte für psychisch beeinträchtigte Jugendliche und junge Volljährige, das Konzept des „Familientreffs“, das in ähnlicher Form im QBZ entwickelt wurde, sowie die Wohngruppen für junge Geflüchtete, die in der Westerholzstr. und Lindenhofstr. entstanden sind.

Die Verwaltung und der Sitz der Leitungskräfte der Stiftung und der gGmbH Am Lehester Deich sorgt ebenfalls dafür, dass die Mitarbeiter*innen die Adresse als ein „Mutterhaus“ von Hans-Wendt empfinden.

Das große Gelände wird seit 1995 für eine Kinder-und Jugendfarm genutzt. Eine umfängliche Renaturierung mit großem ehrenamtlichen Engagement nach der Jahrtausendwende hat das Gelände wieder sehr attraktiv gemacht, sowohl für unsere Tiere als auch für die vielen Kindergruppen und andere Besucher*innen. Das Gelände wird von den Einrichtungen der Hans-Wendt-Stiftung als auch von den umliegenden Schulen und Kindergärten gerne besucht und für Aktivitäten genutzt. Mit der Hermsen-Stiftung, die einen Teil des Geländes gepachtet hat, ist ein Kinderwald entstanden, wo Kinder aus der Umgebung „ihre“ Bäume pflanzen und pflegen können. Die Kooperation mit dem Förderwerk Bremen und der Allgemeinen Berufsbildenden Schule in Bremen unterstützt die Stiftung, das Gelände zu pflegen.

Die Planung für die Farm sieht vor, als Arche-Hof für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, anerkannt zu werden. Viele Teilziele dafür sind bereits erreicht.

Die Kinder-und Jugendfarm hat heute genau die Bedeutung erlangt, die unser Stifter in seinem Vermächtnis festgeschrieben hat und ist eine identitätsstiftende Grundlage für die Arbeit der Mitarbeiter*innen in den verschiedenen Einrichtungen in ganz Bremen.

In einem Bericht der Senatorin Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport an den Senat am 13. März 2018, aus dem wir hier einen Auszug zitieren, wird die Bedeutung von Kinder-und Jugendfarmen für Bremen betont:

 „Der Senat misst den Kinder-und Jugendfarmen eine hohe Bedeutung bezogen auf das Lernen im natürlichen/ländlichen Umfeld bei. Der Anbau von regionalen Produkten als Grundlage einer gesunden Ernährung kann erprobt, der Kontakt zu Tieren hergestellt werden. Eine Umwelt-und gesundheitsbewusste Haltung bei heranwachsenden Verbraucher/-innen wird gestärkt. Den Farmen kann in diesem Zusammenhang eine hohe Wirksamkeit in der ergänzenden außerschulischen Bildungsarbeit und in Ergänzung zur Kita-Arbeit konstatiert werden. Grundschulen und Kitas in regionaler Nähe zu einer Stadtteilfarm nutzen deren Angebote für Projekttage und –Wochen, zu sachkundlichen Themen wie z.B. „Gesunde Ernährung“. Insbesondere die außerschulischen Angebote am Nachmittag und die Ferienangebote, die z.T. auch im Rahmen der Ferienbetreuung stattfinden, leisten einen wichtigen sozialen Beitrag.

Mit Armut einhergehenden Effekten, wie z.B. verminderter gesellschaftlicher Teilhabe und eingeschränkten lebens-und Erfahrungsräumen kann durch die Angebote der Kinder-und Jugendfarmen entgegengewirkt werden. Die Farmen fördern durch soziales Handeln und die Übernahme von Verantwortung im Umgang mit Tieren wichtige Kompetenzen… Zusätzlich wird durch die Farmen das Wohnumfeld attraktiver und die Lebensqualität der Adressaten verbessert.“